Schweiz
Schweizerische Bundeskanzlei

Am 23. Januar 2008 hat der Bundesrat den Aktionsplan zum Umgang mit elektronischen Daten und Dokumenten verabschiedet (Projekt GEVER BUND). Damit wurde ein umfassendes Massnahmenpaket lanciert, das eine Modernisierung der Aktenführung und Informationsverwaltung bis Ende 2012 zum Ziel hat. Um den Auftrag des Bundesrates zu erfüllen und die elektronische Geschäftsverwaltung (GEVER) bis Ende 2010 organisationsintern einzuführen, hat die Bundeskanzlei (BK) Ende 2008 die Projektorganisation – GEVER BK – definiert. Die Bundeskanzlei hat am 22. November 2010 den flächendeckenden Produktivbetrieb der Fabasoft eGov-Suite erfolgreich aufgenommen. Damit nimmt die Schweizerische Bundeskanzlei eine Vorreiterrolle in der Umsetzung der elektronischen Geschäftsverwaltung (GEVER) ein.
Informatikstrategieorgan Bund

In der Schweiz stand ab 1999 das Informatikstrategieorgan Bund (ISB) vor der Aufgabe, einen funktionalen Ansatz für Anforderungs- und Leistungsmerkmale einer einheitlichen Software für die öffentliche Verwaltung zu definieren. Im Rahmen einer Ausschreibung fiel dabei die Wahl auf die Fabasoft eGov-Suite und wurde für mehr als 6.000 Benutzer im Bund lizenziert. Der Vertrag ermöglicht es auch Kantonen und Gemeinden die Fabasoft eGov-Suite zu definierten Konditionen zu beziehen. Sie ist somit die einzige GEVER-Standardlösung für Dokumenten- und Verwaltungsmanagement im Schweizerischen Bund, für die ein derartiger Rahmenvertrag besteht. Organisationen der Bundesverwaltungen können ohne weitere Ausschreibung Lizenzen aus diesem Vertrag abrufen.
Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)

Das EJPD setzt im Einsatzgebiet GEVER seit 2002 eine Fabasoft-Projektlösung ein, die auf dem sogenannten IDM-Layer – einer Vorkonfiguration der Fabasoft eGov-Suite – aufsetzt. Diese Lösung entspricht heute nicht mehr vollständig den definierten Anforderungen an GEVER und hat aufgrund der erschwerten Release- und Update-Fähigkeit hohe Aufwände und Zusatzkosten zur Folge. Aus diesen Gründen entschied das EJPD im Zuge eines GEVER-Harmonisierungsprogramms zurück auf den Standard zu migrieren. Gleichzeitig wurde Fabasoft beauftragt, eine einheitliche Departements-Domäne mit Mandanten pro Verwaltungseinheit einzurichten. Damit wurde die elektronische Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungseinheiten ohne Medienbrüche ermöglicht und die Einführung von amtsübergreifenden Prozessen wesentlich erleichtert..
Kanton Thurgau

Dokumente und Dossiers wurden im Kanton Thurgau in einem zehn Jahre alten System abgelegt, das nicht mehr weiterentwickelt wurde. Ziel war es, ein neues System einzuführen, das Dokumente prozessorientiert verwaltet, Prozesse nachvollziehbar macht und Informationsverlust vorbeugt. Im April 2006 erfolgte die Einführung des GEVER-Standardprodukts Fabasoft eGov-Suite. Durch die eindeutige Zuordnung aller Unterlagen zu bestimmten Dossiers und deren prozessorientierte Ablage wurden so ein amtsweites, gemeinsames Verständnis geschaffen, Prozesse nachvollziehbar gemacht und unnötigem Suchaufwand vorgebeugt.
