Bayerische Polizei
FAKTEN UND FUKTIONALITÄTEN
- Über 3.000 Anwender in München und Fürstenfeldbruck arbeiten mit dem System
- Aktuell va. 1.000.000 Vorgänge und ca. 80.000 Kriminalakten digitalisiert von rund 420.000 Kriminalakten
- Automatische Administration der Aufbauorganisation (Benutzer und Organisationseinheiten) über die Anbindung der Beschäftigungsdatenbank
- Reibungsloses Zusammenspiel der Fabasoft eGov-Suite mit gängiger Scanlösung beim Massenscanning
- Integration der Fachanwendung "IGVP" ermöglicht bayernweite Recherche
- Geplant ist ein bayernweiter Rollout mit bis zu 30.000 Polizeibeamten im Endausbau
AUFGABENSTELLUNG
Die Bayerische Polizei (Landespolizei des Freistaates Bayern) zählt zu den größten Polizeiverbänden in Deutschland. Im Rahmen der Verwaltungsmodernisierung entschloss sich die Polizei ihre Akten- und Vorgangsbearbeitung im Bereich der Kriminalakten und Vorgangsablage zu modernisieren. Gesucht wurde eine Lösung, welche mit hoher Anwenderfreundlichkeit und Plattformunabhängigkeit punkten kann.
LÖSUNGSANSATZ
Als bezugsberechtigte Behörde aus dem Rahmenvertrag des Freistaates Bayern mit Fabasoft entschloss sich die Polizei auf die Lösung Fabasoft eGov-Suite+Bayern als Basis-Software zurückzugreifen. Anpassungen an der Lösung, Integration von Fachanwendungen und Datenmigrationen wurden im Rahmen des Projekts "Elektronisches Kriminalaktenarchiv" (EKAA) entwickelt und umgesetzt.
UMSETZUNG
Nach der Entscheidung im April 2005 zur Einführung eines Dokumentenmanagement- Systems basierend auf der Fabasoft eGov-Suite erfolgte im Juni 2005 der Projektstart mit der Spezifikation der Fachanwendung. Im Rahmen von Workshops mit dem Projektteam des Polizeipräsidiums München und der Polizeidienststelle Fürstenfeldbruck wurden die benötigten Funktionalitäten für die behördenspezifischeAnpassungen des „Elektronischen Kriminalaktenarchivs (EKAA)“ basierend auf der Fabasoft eGov-Suite+Bayern beschrieben.
Im August 2006 erfolgte die Installation eines Prototyps der Projektlösung für interne Tests und die Anbindung von IGVP und KOFAX Capture. In der Detailspezifikation, dem Fachanwendungsintegrationskonzept und dem Migrationskonzept wurden die projektspezifischen Erkenntnisse festgehalten.
Nach Abnahme der Lösungsergänzungen und der Spezifikation für das Migrationswerkzeug begannen mit Oktober 2007 die internen Vorbereitungen für die Produktivsetzung, wie beispielsweise die Beschaffung der benötigten Hardware. Nach eingehender Qualitätssicherung wurde die Lösung im Polizeipräsidium München und in der Polizeidienststelle Fürstenfeldbruck im November 2008 produktiv gesetzt. Zuvor erfolgte im Oktober 2008 die Migration der Altdaten aus dem bestehenden System DokV. Seit Januar 2009 arbeiten mehr als 3.000 Beamte mit dem EKAA auf Basis der Fabasoft eGov-Suite.
ZIELERREICHUNG
Nach Produktivsetzung der Lösung im November 2008 können nun Informationen zu eingescannten Kriminalakten automatisiert durch die Fabasoft eGov-Suite an das Integrationsverfahren Polizei (IGVP), ein polizeieigenes EDV-Verfahren zur Vorgangsbearbeitung, übermittelt werden. Die Kommunikation erfolgt dabei bidirektional zwischen den Systemen. Dieses Zusammenspiel ermöglicht den Benutzern einen schnellen Zugriff auf die Inhalte der zentral abgelegten Vorgänge. Diese werden direkt aus IGVP heraus als PDF-Übersicht aufgerufen.
