Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
FAKTEN UND FUNKTIONALITÄTEN
- Departementales GEVER-Programm auf Stufe Generalsekretariat
- GEVER-Fabasoft-Standardlösung "Bund" gemäß Rahmenvertrag (2005)
- Departements-Domäne mit Mandanten pro Verwaltungseinheit
- Departements-Layer im Rahmen sehr enger Freiheitsgrade
- Gesamtrollout im Endausbau rund 2000 Benutzerinnen und Benutzer
AUFGABENSTELLUNG
Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) setzt im Einsatzgebiet GEVER seit 2002 eine Fabasoft Projektlösung auf Basis einer umfangreichen «IDM»-Vorkonfiguration ein. Diese entspricht nicht mehr vollständig den definierten GEVER-Anforderungen des Bundes. Die Release- und Updatefähigkeit mit diesem Zwischenlayer wird erschwert. Das EJPD hat deshalb die Rückführung auf den Standard beschlossen.
LÖSUNGSANSATZ
Auf Basis des Rahmenvertrages zur Standardisierung der GEVER-Fabasoft-Lösung «Bund» (2005) stellt Fabasoft eine von der Schweizerischen Eidgenossenschaft definierte Standardlösung zur Verfügung. Neue Anforderungen werden über das Fabasoft-Change-Board «Bund» ohne zusätzliche Investitionen «einmal für alle» im Produkt umgesetzt, die Release- und Update-Fähigkeit vom Produkthersteller wird damit sichergestellt. Im Zuge einer Migration auf den Standard kann zudem eine Departements- Domäne eingerichtet werden, welche die Einführung von amtsübergreifenden Prozessen und den Gesamtrollout im Departement wesentlich erleichtert. Zudem können die Anforderungen an die Sicherheit effektiver umgesetzt werden.
UMSETZUNG

Im EJPD setzen das Generalsekretariat und mehrere Bundesämter für GEVER seit 2002 die Fabasoft eGov-Suite ein. Die Lösung baut auf dem sogenannten IDM-Layer auf, einer Vorkonfiguration der Fabasoft eGov-Suite, die wegbereitende Visionäre und «PionierÄmter» in den ersten GEVER-Einsatzjahren entwickelt haben. Dabei wurde damals auf Departementsstufe bereits entschieden, dass zu einem bestimmenden Zeitpunkt der Wechsel auf das Standardprodukt erfolgen soll.
Diese Lösung entspricht heute nicht mehr vollständig den definierten Anforderungen an GEVER, und die erschwerte Release- und Update- Fähigkeit dieser Vorkonfiguration hat jeweils hohe Aufwände und Zusatzkosten zur Folge. Das EJPD hat aus diesen Gründen 2008 entschieden, im Zuge eines GEVER-Harmonisierungsprogrammes zurück auf den Standard zu migrieren, gleichzeitig eine Fabasoft Departements-Domäne einzuführen und den Gesamtrollout im Departement umzusetzen. Hierfür wurde auf Stufe Generalsekretariat ein Programmleiter GEVER EJPD eingesetzt, dem das Team des CC GEVER fachlich unterstellt ist.
Das EJPD hat Fabasoft beauftragt, im Zuge einer «Migration auf den Standard» gleichzeitig eine einheitliche Departements-Domäne mit Mandanten pro Verwaltungseinheit einzurichten. Damit wird die elektronische Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungseinheiten ohne Medienbrüche ermöglicht und die Einführung von amtsübergreifenden Prozessen wesentlich erleichtert. Dies als Basis für die Einführung der interdepartementalen Prozesse (IDP) ab 2012 und der wirtschaftlichen Umsetzung des Programms GEVER Bund.
Auf Basis dieses Rahmenvertrages von 2005 stellt Fabasoft heute eine von der Schweizerischen Eidgenossenschaft definierte Standardlösung zur Verfügung, deren Einsatz für die Departemente und Ämter von grossem Vorteil ist. So können die Endbenutzer beispielsweise über die Fabasoft-User-Group und das Change-Board «Bund» Anforderungen an die Weiterentwicklung der Lösung und Produktwünsche einbringen, ohne hierfür zusätzliche Investitionen tätigen zu müssen. Zudem wird die Release- und Update-Fähigkeit vom Produkthersteller sichergestellt.
ZIELERREICHUNG
Das EJPD verfügt heute über eine GEVER-Fabasoft-Standardlösung, welche allen Anforderungen der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Einsatzgebiet GEVER entspricht. Die Release- und Updatefähigkeit der Standardlösung wird vom Produkthersteller sichergestellt. Weiterentwicklungen können über die Fabasoft-User-Group eingebracht werden. Die EJPD Departements- Domäne mit Mandanten unterstützt die medienbruchfreie elektronische Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungseinheiten und erleichtert die Umsetzung von ämterübergreifenden Prozessen und die Einführung der interdepartementalen Prozesse. Der Gesamtrollout schreitet planmässig voran und wird Ende 2011 abgeschlossen.
